Leben wie Gott in Frankreich
Während Louis XIV sich in seinem Schlosspark amüsierte, begann im 21. Jahrhundert der
schweißtreibende "Prolog" als Park- Orientierungslauf dieser internationalen
Veranstaltung mit 1900 Teilnehmern aus 31 Nationen.
Aus Deutschland waren ca. 20 Brandenburger, Badener und Rheinlandpfälzer sowie ein
Schwabe angereist.
Während ich mittlerweile für meinen neuen südfranzösischen Club aus Draguignan an
den Start ging, startete Gerhard Horn in H 65 mit viel Optimismus in den steinreichen und
mit bis zu 2,5 Meter hohen Farn überwucherten Wald.
Größter und ärgerlichster Organisationsfehler wahren die Karten, eigentlich
die Grundlage für jede Top- Veranstaltung. Die Franzosen wählten alte Karten zur
Überarbeitung, vertauschten Maßstäbe ( an einem Tag war die gleiche Straße auf der
Karte 8, mal 10 Zentimeter lang), die Nordrichtung variierten um bis zu 15°, und von den
angeblichen internationalen Darstellungsvorschriften waren sie teilweise mit den neuen
Karten entfernter als mit den bis zu 30 Jahre alten Ausgangskarten.
So war es dann auch kein Wunder, dass viele Teilnehmer zwischen zahllosen
Felsformationen und dichtestem Farn die Kontrollposten suchten und oft nur nach Minuten
dann auch fanden.
Gerhard Horn lief die ersten 3 Etappen mehr oder weniger durchwachsen, doch die letzten
beiden trumpfte er mit seinen beiden Siegen auf und wurde am Ende sogar noch Zweiter der
Gesamtwertung.
Doch noch wichtiger als die sportlichen Ergebnisse war das wiedersehen mit zahlreichen
Freunden und Konkurrenten aus der ganzen Welt.
Jörg Ulver (TGV Horn) mittlerweile in Le Luc en Provence (Südfrankreich)...
Tja, der Job macht´s möglich. 1997 ins Elsaß, um für die Verwaltung der Bundeswehr die
Wohnungsfürsorge für das Eurokorps in Straßburg einzurichten, seit August 2000 in Le
Luc en Provence um eine Verwaltungsstelle für das neue Helicopter-Projekt TIGER, eine
deutsch-französischen Pilotenschule, aufzubauen.