extra_offen.gif (193 Byte) OL - Bericht 

 

Zermatt, 15.-22. Juli 2006

Swiss Orienteering Week 2006

Orientierungslauf & Matterhorn bedeutet: Faszination!

Der Berg ruft! Schwäbische Orientierungsläufer/innen am Fuße des Matterhorns

Rund 3500 Orientierungsläufern/innen aus 40 Nationen nahmen an der „Swiss Orienteering Week 2006 in Zermatt, am Fuße des Matterhorns teil.
Unter ihnen schwäbische Orientierungsläufer vom SV Baindt, dem OL Team Filder, der SZ TV Murrhardt sowie dem TGV Horn.
Die sechs Etappen wurden in einer Höhenlage von bis zu 3000m ü NN ausgetragen. Die Beförderung der Läufer zu den Ausgangspunkten der einzelnen Etappen fand mit Bergbahnen statt, was selbst den touristenerprobten Zermatter Bergbahnen die Grenzen ihrer Kapazitäten abverlangte.

Etappe 1: Gornergrat  "Die Himmlische"
Die erste Etappe fand am „Gornergrat“ statt. Der Start befand sich unterhalb der Bergstation der Gornergratbahn. Das Ziel war am Riffelberg, mit herrlichem Blick auf das Matterhorn. Die Etappe war von Geröllfeldern und Steilhängen geprägt, was exaktes Orientieren verlangte. Die ungewohnte Höhenluft war eine physische Herausforderung für die meisten Läufer und bereits auf dem Weg zum ersten Posten verloren viele Zeit, da die Route bei einigen Bahnen durch ein großes Geröllfeld verlief. Auch im weiteren Verlauf der Etappe mussten immer wieder Geröllfelder bei der Routenwahl berücksichtigt werden. Erst im Schlussteil des Tagesabschnittes wurde die Belaufbarkeit besser. Da allerdings konnte es zu zeitraubenden Begegnungen mit Japanischen Touristen kommen.

Etappe 2: Grünsee – "Die Liebliche"
Auf der „Riffelalp“ wurde die 2: Etappe ausgetragen. Auch hier erfolgte die Anreise mit der Gornergratbahn. Da diese Etappe zumindest teilweise unterhalb der Baumgrenze ausgetragen wurde, war dies eher OL-übliches Gelände. Viele Senken und Kuppen sowie kleinere Geröllfelder erforderten höchste Konzentration.

Etappe 3: Trockener Steg – "Die Eisige"
Der „Trockene Steg“, am Fuß des kleinen Matterhorns, war Austragungsort der dritten Etappe. Teile des Laufgeländes waren noch bis vor wenigen Jahren vom Gletschereis bedeckt.
Besondere Schwierigkeiten bereitete die Funktionsuntüchtikeit des Kompasses, aufgrund magnetischen Gesteins in diesem Areal.
Der erste Teil der Bahn führte über ehemaligen Gletschergrund. Hohes Lauftempo bei relativ einfacher Orientierung war hier gut möglich. Zahlreiche Felsplatten und -wände waren für den zweiten Teil der Bahn charakteristisch. Ein schneller Umstieg auf genaues Orientieren hatte Priorität. Außerdem musste sehr konzentriert gelaufen werden um sich im schwierigen Gelände nicht zu verletzten. Nicht um sonst wurde dieses Teilstück als „Königsetappe“ bezeichnet, denn durch die orientierungstechnischen und läuferischen Anforderungen war es die schwerste Etappe.

Etappe 4: Schwarzsee – "Die Überwältigende"
Für eine Matterhornbesteigung bricht man am „Schwarzsee“ auf. Genau dort fand die vierte Etappe statt.
Offenes Gelände, mit zahlreichen kleinen Felswänden sowie feinen Höhenformationen, ermöglichte ein hohes Lauftempo. Gleichzeitig wurde aber auch höchste Konzentration beim Orientieren abverlangt. Bei den langen Bahnen musste zudem im Schlussteil noch zweimal ein tiefer Einschnitt überquert werden, was nochmals höchste Anforderungen an die Physis der Läufer stellte.

Etappe 5: Zermatt – "Die Touristische"
Zermatt war Austragungsort der fünften Etappe. Die Bahnen führten über Almwiesen, am Rande von Zermatt, durch die belebte Bahnhofstrasse, sowie durch kleine Gassen und Wege die noch den Charme eines Waliser Bergdorfes versprühten.
Hier war exakte Kartenarbeit bei extrem hohem Lauftempo gefragt. In der Stadt können selbst kleinste Fehler nicht mehr ausgebügelt werden. Da dieses Teilstück nicht über die für Stadtläufe sonst übliche Sprintdistanz, sondern über eine verkürzte Mitteldistanz ausgetragen wurde, war es sehr schwierig die volle Konzentration bis zum Schluss aufrecht zu erhalten.

Etappe 6: Sunnegga – "Die Genussvolle"
Der sechste und letzte Abschnitt führte nach Sunegga am Fuß des Rothorns, mit phantastischer Blick auf das Matterhorn zum Abschluss der OL Woche.
Die Etappe selbst begann in einem Felssturzgebiet mit zum Teil hausgroßen Felsbrocken. Höchste Konzentration beim Kartenlesen war abermals gefragt. Der zweite Teil dieser Schlussetappe führte die meiste Zeit quer zum Steilhang und erforderte abermals eine hohe physische Belastung.

Fazit:
Die Swiss – O – Week war auch 2006 eine gelungene OL-Woche voller anspruchsvoller Wettkämpfe, die jedem Orientierungsläufer wärmstens empfohlen werden kann.

Steffen Hartmann


Aus der Ergebnisliste:

D-16:
57. Leonie Hobe, SV Baindt
H-16:
51. Philipp Nägele, SV Baindt
D-18:
29. Carolin Willburger, SV Baindt
30. Birgitta Hohnheiser, SV Baindt
H-18:
37. Frieder Hobe, SV Baindt
Damen A lang:
81. Birgit Kern, SV Baindt
Herren Elite:
103. Florian Schädler, SV Baindt
Herren A lang:
104. Steffen Hartmann, TGV Horn
H 35:
19. Lothar Halder, SV Baindt
78. Hans Toebes, SV Baindt
H 40:
92. Peter Heim, OL – Team Filder
H 45:
155. Walter Nägele, SV Baindt
156. Karl Berle, SV Baindt
D 50:
36. Marianne Kern, SV Baindt
H 55:
121. Heinrich Kern, SV Baindt
H 70:
5. Gerhard Horn, TV SZ Murrhardt

Weiter Infos und Ergebnisse: http://www.sow2006zermatt.ch 

  Das Matterhorn und der Verfasser des Berichts....

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