An den diesjährigen Deutschen Meisterschaften im Sprint
Orientierungslauf nahm auch eine kleine Gruppe Schwaben teil.
Der Ausrichter PSV Dresden lud dazu nach Oberau und Meißen ein.
Am Samstagvormittag startete die Qualifikation mit einem, für viele ungewohnten,
Waldsprint. Das Ziel war dabei mitten auf dem Campingplatz Waldbad Oberau", der
auch als Wettkampfzentrum diente. Der Start war ebenfalls nach kurzem Fußweg zu
erreichen. Die Strecken führten durch ein weitestgehend offenes Waldgebiet mit einigen
Anstiegen. Auf dem Laufgebiet befanden sich zwei kleine Seen. Am Kartenrand war außerdem,
ein großes offenes Gebiet dargestellt, welches durch einen unpassierbaren Zaun
umschlossen wurde. Dem Bahnleger gelang es geschickt, die Topografie für kleinere
Routenwahlproblematiken zu nutzen und dennoch das Tempo hoch zu halten.
Leider konnten sich von den angereisten Schwaben nur Maren Kucza (TGV Horn / D-18) und
Jakob Schach (SV Wannweil / H-18) für das A-Finale qualifizieren.
Die Finalläufe fanden am Nachmittag in der Altstadt von Meißen
statt. Viele enge Gassen und versteckte Durchgänge waren für den Sprint-OL
charakteristisch. Bedingt durch die Hanglage der Altstadt, kamen auch noch zahlreiche
Treppen dazu. Die für einen Sprint ungewohnten, steilen Bahnen, erwiesen sich dabei als
sehr anspruchsvoll. Besonders der Aufstieg zur Albrechtsburg, der in vielen Bahnen
integriert war, zeigte sich physisch als extrem kräftezehrend.
In der H-18 konnte sich Jakob Schach (SV Wannweil) auf dem 7. Rang platzieren. Einige
kleinere Fehler verhinderten, dass er noch in den Kampf um die Medaillen eingreifen
konnte. Maren Kucza (TGV Horn) konnte in der D-18 den 15. Platz erreichen. Peter Heim
(OL-Team Filder) lief sich die Frustration um die verpasste Qualifikation fürs A-Finale
aus den Beinen und gewann das B-Finale in der H 40 deutlich.
Am Sonntag fand noch ein Bundesranglistenlauf statt. Dieser wurde
gleichzeitig als Qualifikation für die Jugendeuropameisterschaft und die
Juniorenweltmeisterschaft gewertet.
Das Ziel befand sich erneut im Waldbad Oberau. Wer allerdings mit einem schönen, offenen
Wald wie am Vortag rechnete, wurde eines Besseren belehrt. Das Gebiet der Anschlusskarte
Oberau" erwies sich als deutlich ruppiger. Dazu kamen einige, sehr detailreiche
Geländeabschnitte. Der schwer belaufbare Untergrund erforderte genaue Planung bei den
Routenwahlen. Umwege" über befestigte Wege erwiesen sich oftmals als lohnend.
In der D-16 konnte Maren Kucza vom TGV Horn den 6. Platz erreichen. In der H-18 wurde
Jakob Schach vom SV Wannweil 3. und verfehlte den Sprung ins deutsche Jugend EM Team nur
knapp.
Steffen Hartmann