extra_offen.gif (193 Byte) OL - Bericht 

 

 

Miskolc/Ungarn,17.-23.8.2009

Hugária Kupa 2009

6-Tage-Lauf im Rahmen der Weltmeisterschaften

Als Zuschauerläufe anlässlich der Orientierungslauf-WM wurde der diesjährige Hugária Kupa ausgetragen.
Mit einem Sprint, drei Mitteldistanz- und zwei Langdistanzläufen stellte der Veranstalter ein abwechslungsreiches Programm zusammen. Gelaufen wurde mit den original WM-Karten oder in angrenzenden Waldgebieten. Einzigste Ausnahme war der Sprint. Hier wurde in der Innenstadt von Miskolc gelaufen. Das WM-Sprintgelände, das durch den städtischen Zoo und das umgebende Waldgebiet führte, war für die 1500 Starter, darunter auch sieben Läufer des TGV Horn, nicht geeignet.
Die ersten beiden Etappen, eine Mittel- und eine Langdistanzstrecke fanden im Waldgebiet der Mittel- und Langdistanz WM-Qualifikationen statt. Ein offener Hochwald mit ausgeprägter Höhenstruktur und einzelnen Dolinen ermöglichte dabei ein hohes Lauftempo.
Obwohl durch die Klagen zahlreicher WM-Starter über die Aufnahmequalität der Grünstufen vorgewarnt, hatten auch beim Hungária Kupa viele Läufer Probleme mit den eigenwillig kartografierten Dickichten.
Die dritte Etappe fand in einem angrenzenden Waldgebiet statt. Die Bahnen hatten dabei einen hohen Steigungsanteil. So dass der ständige Wechsel zwischen Auf- und Abstieg nicht überraschend war. Die vierte Etappe war ein Sprint durch das Zentrum von Miskolc.
Da der Sprint am 20. August, dem Ungarischen Nationalfeiertag, stattfand war auch entsprechend viel Betrieb auf den Strassen. Ein dichtes Postennetz sowie zahlreiche Gassen und Hinterhöfe verleiteten dabei zu Fehlern.
Zur fünften Etappe ging es in das Gelände des WM-Mitteldistanzfinals und der Staffel. Nachdem hier bei der Staffel einige Spitzenläufer deutliche Fehler machten, waren die Teilnehmer des Zuschauerlaufs vorgewarnt. So konnte man im ruppigen und detailreichen Gelände Vorsicht walten lassen.
Zur letzten Etappe, die im Vorfeld des WM-Langfinals ausgetragen wurde, nutzten die Veranstalter die Nähe zur Slowakei. So befanden sich Start und Ziel in der Slowakei, einige Posten aber bereits wieder in Ungarn. Im vereinten Europa ist dies kein großes Problem mehr. Die meisten Läufer dürften den Grenzübertritt nicht einmal registriert haben. Das Gelände war von zahlreichen Dolinen durchzogen und erinnerte Stellenweise an die typischen Karstgebiete Sloweniens.
Anschließend fand das Langdistanzfinale der WM statt, mit welchem die diesjährige OL-WM ihren Abschluss fand.
Die nächste Weltmeisterschaft findet vom 8. bis zum 15. August im norwegischen Trondheim statt. Auch hier wird wieder ein Mehrtageslauf für Zuschauer angeboten.

Steffen Hartmann


Auschnitt der 6. Etappe (Dolný vrch) mit dem Grenzstreifen zwischen Slowakei und Ungarn
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Steffen Hartmann auf dem Weg zum Ziel der ersten Etappe


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