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Wendlingen, 6.10.2009 Foxoring und FuchsjagdOrientierungslauf bei den Amateurfunkern Wer sich im Internet verirrt und auf dieser Seite landet, ist wahrscheinlich Orientierungsläufer, wie auch ich, seit wenigen Jahren. Im Laufe dieser Jahre erfährt man, dass der Orientierungslauf (OL) bei uns im Osten populärer ist, als im Westen und in Skandinavien schon fast den Status hat, wie bei uns Fußball. Dann ist man überrascht, dass es trotzdem noch weitere Spezialgebiete beim OL gibt, wie den Ski-OL oder den Mountainbike-OL.Ich habe in diesem Jahr noch eine bzw. zwei Varianten davon entdeckt, nämlich die Fuchsjagd und das Foxoring, die beide von den Amateurfunkern betrieben werden. Wie beim normalen OL bekommt man beim Start eine Karte, ein Kompass darf auch mitgenommen werden. Im Gelände sind einige Sender verteilt, die gefunden werden müssen. Bei den Sendern gibt es die üblichen Postenschirme und Postenzangen oder SI-Stationen (bei Trainingsläufen auch mal nur eine Zange). Die Sender kann man über einen Empfänger orten. Und hier gibt es schon wieder 2 Varianten. Einmal Empfänger für das 2 m-Band mit einer ca. 70x70 cm großen Antenne (oberes Bild) und einmal Empfänger für das 80 m-Band (mittleres und unteres Bild) mit einer ca. 20 cm langen Antenne. Die Signale der Sender können über Kopfhörer gehört werden. Durch das Schwenken der Antenne kann die Richtung der Sender bestimmt werden und über die Lautstärke kann man die Entfernung einschätzen. Bisher habe ich nur die etwas handlichere Variante mit 80 m-Empfänger ausprobiert, die außerdem noch den Vorteil hat, dass es keine irreführenden Reflexionen durch das Gelände oder die Wetterbedingungen gibt. Fuchsjagd Bei der Füchsjagd weiss man nur, dass die 5 zu suchenden Posten, Füchse genannt, irgendwo auf der Karte sind. Im Idealfall kann man schon am Start alle Signale der 5 Füchse empfangen und weiss etwa in welcher Richtung diese zu finden sind. Auf dem Weg zu einem der Füchse kann man wieder die Richtung der anderen Füchse bestimmen. Wenn nicht alle in einer Linie liegen, weiss man dadurch so grob die Bereiche in denen die Füchse liegen müssen. Natürlich gibt es hier noch einen Haken: Die Füchse senden nicht gleichzeitig. Jeder Fuchs sendet genau eine Minute lang, dann kommt der nächste dran. So kann es vorkommen, dass man sich im Nahbereich eines Fuchses befindet aber 5 Minuten warten muss, bis er wieder dran kommt - und dann geht die Rennerei los, damit man ihn möglichst innerhalb dieser Minute findet. Aber die Wartezeit davor kann man ja nutzen um die Richtung der anderen Füchse zu bestimmen. Wenn alles gut gegangen ist, dann hat man 5 mal gestempelt und hat auf seiner Karte 5 Posten eingezeichnet - wenn es nicht gut ging, dann gibt es da noch den Rückhol-.Sender, der im Ziel steht und auf einer eigenen Frequenz ständig sendet. Mit dessen Hilfe kommt man immer ans Ziel, solange die Batterien mitmachen. Eigentlich eine gute Idee, oder? Foxoring Im Gegensatz zur Fuchsjagd unterscheidet sich das Foxoring kaum vom normalen OL. Auf der Karte, die man beim Start bekommt sind schon Kreise eingezeichnet, die angelaufen werden müssen. Bis hierher gibt es keinen Unterschied zum OL. Im Nahbereich allerdings schon, denn die Kreise sagen nur aus, dass das Signal innerhalb des Kreises empfangen werden kann. Hier haben also die Sender nur eine Reichweite von 40-100 m. Der Posten selbst muss nicht im Kreis liegen, er kann auch außerhalb sein. Im Postenbereich heißt es hier also eher Ohren auf anstatt Augen auf. Und das ist auch schon das nächste Problem, denn wenn man nicht aufpasst, weiss man nicht genau wo der Posten ist (er ist ja nicht in der Mitte des Kreises) und hat dann Schwierigkeiten beim Loslaufen zum nächsten Posten. Da die Sender beim Foxoring ständig senden, kann man durchgehend mit gleicher Geschwindigkeit laufen. Im Bereich Württemberg gibt es immer wieder Trainingsläufe, die auf der Seite www.ardf-p.de angekündigt werden. Über diese Seite stehen auch weitere Informationen und Ansprechpartner zur Verfügung. Zum Ausprobieren stehen Leihgeräte zur Verfügung. Bei der Anmeldung sollte man also auch angeben, ob ein Leihgerät benötigt wird. Andreas Müller |
Bernhard Gartner bei der 2 m-Fuchsjagd |
80 m-Empfänger |
Matthias Kühlewein bei der 80 m-Fuchsjagd |